U-Boot Lebensläufe
Wir wollen auf dieser Seite einen kurzen Abriss über das Schicksal der UBoote während des Krieges und ihren Verbleib danach darstellen.
SMU 1 SMU 2

Keines der beiden Boote war fähig erfolgreich in offener See zu operieren und so wurden sie für die lokale Verteidigung von Pola und Triest eingesetzt.
Ab Jänner 1918 Benützung als Uboottrainingsboote in Brioni.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Pola (
SMU1 erst 1922-23).

SMU 3

17 Oktober 1914 Aktion gegen die französischen Einheiten,welche die Bocche von Cattaro angriffen.
Am 13 August 1915 vor Brindisi durch Geschützfeuer des französischen Zerstörer
Bisson versenkt,nachdem sie am 12 August vom italienischen Hilfskreuzer Città di Catania gerammt wurde und dabei so schwer beschädigt wurde,daß Tauchgänge nicht mehr möglich waren.
Letzte Position Strasse von Otranto 41 Grad Nord,18 Grad 15´Ost.
7 Tote,darunter der Kommandant
Lschlt.Karl Strnad; 14 Überlebende.

SMU 4

17 Oktober 1914 Aktion gegen die französischen Einheiten,welche die Bocche von Cattaro angriffen.
28 November 1914 Versenkung des albanischen Segelschiffes
Fiore del Mare.
26 April 1915 komplette Generalüberholung.
9 Juni 1915 Torpedierung und schwere Beschädigung des britischen Kreuzers
HMS Dublin.
28 Juni 1915 Auffinden des Flugbootes
L43 und Abschleppen in die Bocche.
18 Juli 1915 Torpedierung und Versenkung des italienischen Kreuzers
Giuseppe Garibaldi.
2 August 1916 erfolgloser Angriff auf eine französich-italienische Zerstörergruppe.
14 August 1916 Torpedierung des italienischen Q-Schiffes
Pantelleria südlich von Tarent.
30 Mai 1917 Torpedierung des französischen Hilfskreuzers
Italia 30 nm vor Taranto.
Frankreich zugesprochen; abgebrochen.

SMU 5
5 November 1914 erfolgloser Torpedierungsversuch des französischen Kreuzers Victor Hugo.
26/27 April 1915 Torpedierung und Versenkung des französischen Kreuzers
Léon Gambetta.
5 August 1915 Torpedierung und Versenkung des italienischen U Bootes
Nereide, das an der Verteidigung
Pelagosas beteiligt war.
29 August 1915 Aufbringen des griechischen Dampfers
Cefalonia vor Durazzo.
14 Oktober 1915
Ritter von Trapp wurde auf SMU14 kommandiert.
24 Januar 1916 nach Gjenovic.
8 Juni 1916 Torpedierung und Versenkung des italienischen Truppentransporters
Principe Umberto vor Linguetta.
16 Mai 1917 Während einer Torpedoübung im Kanal von Fasana auf eine Mine gelaufen und gesunken.
Lschlt.Friedrich Schlosser konnte das Boot noch auf 4 Meter hochbringen,sodaß die überlebende Besatzung ausbooten konnte.Bei der Minenexplosion hat es 6 Tote gegeben.
23 Juni 1917 gehoben,aber nur mehr als Schulboot verwendet.
Italien am 25 März 1919 zugesprochen; abgebrochen 1920.
SMU 6

18 März 1916 Versenkung des französischen Zerstörers Renaudin vor Durazzo.
13 Mai 1916
SMU 6 verfing sich in der Netzsperre die von den Fischdampfern Calistoga,Dulcie Dorry und Evening Star geschleppt wurde.
Da das Boot nicht mehr frei kam,tauchte Kommandant
Lschlt.Hugo von Falkhausen auf und versenkte das Boot durch Öffnung der Flutventile.
Letzte Position Strasse von Otranto 40 Grad 10´Nord,16 Grad 10´Ost.
Die Besatzung wurde von den Italienern gerettet und in Kriegsgefangenschaft geschickt.

SMU 10

Ehemaliges deutsches UB 1.
16 Mai 1915 Ankunft per Bahn in Pola;
4 Juni 1915 mit deutscher Besatzung unter
OLt.z.See Wäger in Dienst gestellt.
27 Juni 1915 Versenkung des italienischen Torpedobootes
5PN .
15 Juli 1915 mit österreichischer Besatzung in Dienst gestellt.
9 Juli 1918 zwischer der Tagliamentomündung und Caorle auf eine Mine gelaufen.Es gelang Kommandanten
Lschlt.Johann von Ulmansky das Boot auf Strand zu setzen und die Besatzung zu retten.
26 Juli 1918 von
SMTb 76T nach Triest geschleppt,als Totalschaden eingestuft und nach Kriegsende von den Italienern verschrottet.

SMU 11

Ehemaliges deutsches UB15.
Von der Kriegsmarine gekauft und in drei Sektionen zerlegt und am
22 Mai 1915 per Bahn nach Pola transportiert
4 Juni 1915 mit deutscher Besatzung unter
OLt.z.See Heimburg in Dienst gestellt..
10 Juni 1915 Versenkung des italienischen U Bootes
Medusa ,verfolgt vom italienischen Torpedoboot Serpente.
20 Juni 1915 mit österreichischer Besatzung in Dienst gestellt.
1 Juli 1915 Angriff eines französischen Flugbootes.
18 Januar 1916 Aufbringen des italienischen Spitalschiffes (ex deutsches Schiff)
König Albert vor San Giovanni di Medua und Begleitung des Schiffes nach Cattaro zur Inspektion .
27 Februar 1916-4 März 1916
Dampfer XX schleppt SMU11 von Cattaro nach Pola.
25 November 1916 Kollision mit
SS Senj in der Bocche.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Pola 1920.

SMU 12

Whitefield baute auf eigene Gefahr ein verbessertes Holland-Boot als S.S.3, bei dem die Erfahrungen aus dem Bau von SMU 5 und SMU 6 eingebracht wurden.
Die Kriegsmarine konnte sich aber erst nach Kriegsausbruch,bei Mangel an fronttüchtigen Booten,für den Kauf entschliessen.Von Fiume nach Pola von Tender
Gigant geschleppt.
21 Dezember 1914 Beschädigung des französischen Flaggschiffes
Jean Bart.
16 Februar 1915 nach Pola.
6 August 1915 Beschädigung durch den italienischen Zerstörer
Rossolino Pilo.
8 August 1915 vor Venedig auf eine Mine gelaufen und gesunken.
Letzte Position: Lagune von Venedig
19 Tote,darunter der Kommandant
Lschlt.Egon Lerch;von den Italienern Ende 1915 gehoben,
ins Arsenal von Venedig geschleppt und verschrottet.Die Besatzung wurde auf dem Inselfriedhof San Michele in der Lagune von Venedig bestattet.

SMU 14

Fertiggestellt 1913 im Arsenal de Toulon
20 Dezember 1914 Die
Curie wurde vom Panzerkreuzer Michelet in die Adria geschleppt und legte sich vor Pola auf Lauer.Bei dem Versuch in den Hafen einzudringen, blieb sie im U Bootnetz hängen und konnte sich nicht mehr befreien.Beim Auftauchen wurde sie vom Zerstörer SMS Magnet und SMTb 63 T beschossen und sank.
31 Januar 1915 gehoben und die geringen Schäden repariert,und als
SMU 14 am 1 Juni 1915 in den Dienst gestellt.Einzige grosse Änderung war ein Turm nach deutschem Muster.
14 Oktober
Ritter von Trapp wird von SMU 5 an Bord kommandiert.
August 1917 wurden laut
Trapps Angaben insgesamt 24 800 Tonnen,darunter der italienische Dampfer Milazzo (11480 t)versenkt.
17 Juli 1919 wieder an Frankreich zurück und Dienst als
Curie.
In den Dienstlisten bis 1929; abgebrochen 1930.

SMU 15

21 August 1915 Ankunft per Bahn in Pola.
29 Dezember 1916 Aufklärung vor Durazzo.
23 Juni 1916 Torpedierung und Versenkung des französischen Zerstörers
Fourche und des italienischen Hilfskreuzers Città di Messina 20 Seemeilen östlich von Otranto.
24 Juni 1916 von
SMTb 53T vor Punto Remo in Schlepptau genommen;
in den Hafen geschleppt von
SMS Tatra.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Pola 1920.

SMU 16

28 Aug 1915 Ankunft per Bahn in Pola.
25 Oktober 1915 Aktion gegen Venedig.
17 Oktober 1916 Beschädigt von Wasserbomben des sinkenden italienischen Zerstörer
Nembo; gerammt von italienischen SS Bormida und gesunken.
Letzte Position: vor der albanischen Küste.
2 Tote, Kommandant
Lschlt.Orest von Zopa und 12 Mann gerettet.

SMU 17

3 September 1915 Ankunft per Bahn in Pola.
25 Oktober 1915 Aktion gegen Venedig.
10 Juli 1916 Torpedierung und Versenkung des italienischen Zerstörers
Impetuoso in der Strasse von Otranto.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Pola1920.

SMU 20

17 Dezember 1916 vom britischen Drifter Fisher Girl in der Otranto Sperre als gesunken gemeldet,aber nach österreichischen Aufzeichnungen befand sich das Boot zu diesem Zeitpunkt im Hafen.
15 März 1917 während Versuchsfahrten Kollision mit
SMS Admiral Spaun.
4 Juli 1918 torpediert vor der Tagliamentomündung vom italienischen UBoot
F12;gesunken.
Letzte Position 45 Grad 29´Nord, 15Grad 02´Ost.
12 Tote,darunter der Kommandant
Lschlt.Ludwig Müller.
Am 21 Juni 1962 konnte die Bergungsfirma Suberti & Sponza aus Grado den grössten Teil eines UBootes heben.Schon bald danach stellte es sich an Hand von persönlichen Gegenständen heraus,daß es sich dabei um
SMU 20 handelte.Dieses Boot war seit dem Juli 1918 überfällig.Die zwölf an Bord gefundenen Leichname fanden im Park der Militärakademie Wr.Neustadt ihre letzte Ruhestätte.Der Turm von SMU 20 wurde im HGM aufgestellt, leider wurde der Rest des Bootes verschrottet.Der Turm wurde gänzlich konserviert und bietet einen authentischen Einblick in unsere Marinezeit.

SMU 21

Italien zugesprochen am 25 März 1919; abgebrochen 1920.

SMU 22

19 Mai 1918 nach Pola.Frankreich zugesprochen,abgebrochen 1920

SMU 23

8 Aug 1917 Beschädigt vom französischen Sloop Aldebaran.
21 Februar 1918 vor Valona vom italienischen Torpedoboot
Airone gerammt und anschliessend mittels Sprengschleppgerät versenkt.Öl und Wrackteile schwimmen auf.
Letzte Position: in der Strasse von Otranto 40 Grad 26´Nord,19 Grad 02´Ost.
12 Tote,darunter der Kommandant
Lschlt. Klemens von Bezard.

SMU 27
Nähere Informationen zu SMU 27 <http://www.geocities.com/kuk_u27/>von Oliver Trulei

Gebaut in Budapest und mit der Bahn nach Pola transportiert.
11 Juni 1917 Torpedotreffer auf dem japanischen Zerstörers
Sakaki vor Cerigo.
13 Mai 1918 Versenkung des britischen Zerstörers
HMS Phoenix in der Strasse von Otranto.
20 September 1918 Versenkung von sieben kleinen griechischen Segelschiffen,darunter auch
Dragonos vor Cap Rodoni.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Fiume 1920.

SMU 28

Gebaut in Budapest und mit der Bahn nach Pola transportiert.
26 April 1918 nach Kumbor.
Italien zugesprochen am 25 März 1919; abgebrochen in Venedig 1920.

SMU 29

2 August 1918 nach Kumbor.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Venedig 1920.

SMU 30

31 März 1917 Auslaufen aus Cattaro mit Ziel Malta und Kreta, spurlos verschwunden.
Auch in alliierten Quellen findet sich kein Hinweis auf den Verbleib des Bootes.
1 oder 2 April 1917 wahrscheinlich auf eine Mine gelaufen in der Strasse von Otranto.
14 Tote,darunter der Kommandant
Lschlt. Friedrich Fähndrich.

SMU 31

25 Oktober 1917 gesunken infolge eines Unfalles in Fiume; wieder gehoben.
5 Juni 1918 nach Pola.
2 Oktober 1918 Beschädigung des Hecks des britischen leichten Kreuzers
HMSWeymouth vor Durazzo.
Frankreich zugesprochen.

SMU 32

24 Juni 1918 nach Kumbor.
Italien zugesprochen; abgebrochen in Venedig 1920.

SMU 40

Gebaut in Budapest und mit der Bahn nach Pola transportiert. Gebaut von Spenden des österreichischen Flottenverein.
Italien zugesprochen am 25 März 1919; abgebrochen in Venedig 1920.

SMU 41

Gebaut in Budapest und mit der Bahn nach Pola transportiert.
13 Oktober 1918 nach Kumbor.
Frankreich zugesprochen; abgebrochen 1920.

SMU 43

24 April 1916 als deutsches UB43 in Dienst gestellt.
Vom Marineministerium angekauft.
30 Juli 1917 als
SMU43 in österreichischen Dienst gestellt.
Mit der Bahn nach Pola transportiert.
16 November 1917 schwere Beschädigung des italienischen Dampfers
Oriona zwischen Brindisi und Valona.
17 März 1918 Zusammenstoss mit
SMS Dinara während des Auslaufens von Portorose
Frankreich zugesprochen; abgebrochen 1919.

SMU 47

4 Juli 1916 als UB47 in deutschen Dienst gestellt. Mit der Bahn nach Pola transportiert.Vom Marineministerium angekauft.
30 Juli 1917 als
SMU47 in österreichischen Dienst gestellt.
23/24 Mai 1918 Durchbrechen der Otranto Sperre.
20 September 1918 Versenkung des französischen UBootes
Circé vor Albanien.
Frankreich zugesprochen; abgebrochen 1919.